Die oft an Absurdität grenzenden Ankündigungen des Leader Maximus führen zu starker Verunsicherung und somit zu hoher Volatilität an den Finanzmärkten. Der Brei wird aber nicht so heiss gegessen, wie er gekocht wird. Solange dies so ist, können Schweizer Pensionskassen von dieser Volatilität sogar profitieren. Dazu braucht es eine solide Anlagestrategie, ein Gremium, das sich der darin enthaltenen Risiken bewusst und bereit ist, sie auch einzugehen sowie ein klar definiertes, regelbasiertes Rebalancingkonzept, das konsequent angewandt wird. Ebenso wichtig ist das möglichst vollständige Absichern der Währungsrisiken. Wenn nun also ein trumpscher Tweet für Verwerfungen an den Finanzmärkten sorgt, wird die Schweizer Pensionskasse mit ihrem regelbasierten Rebalancing-Ansatz in diejenigen Anlagen mehr Geld investieren, die am meisten an Wert verloren haben, und diejenigen verkaufen, die einen gewissen Wert überschritten haben. Dies ist die Natur einer antizyklischen Anlagestrategie: Kaufe günstig, verkaufe teuer, oder wie Donald sagen würde: «buy low, sell high». In dieser schnelllebigen Zeit hat sich auch gezeigt, dass ein wöchentliches oder monatliches Rebalancing, so wie es von vielen Pensionskassen praktiziert wird, weniger vorteilhaft ist als eines, das die Anlagesituation täglich prüft und beim Unter- respektive Überschreiten gewisser Limiten Transaktionen auslöst. Dies kann zwar zu höheren Transaktionskosten führen, diese werden in den allermeisten Fällen aber durch deutlich höhere Gewinne aufgewogen.
Ohne Pathos durchs Zollchaos