Der Umwandlungssatz | Schweizer Personalvorsorge
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Der Umwandlungssatz

Dem Umwandlungssatz wohnt ein Zauber inne. Er ist eine Schlüsselgrösse der beruflichen Vorsorge, weil sich jede und jeder spätestens mit 55 dafür interessiert, selbst wenn man mit der 2. Säule ein Arbeitsleben lang herzlich wenig am Hut hatte.

07.09.2026
Lesezeit: 2 min

Der Umwandlungssatz lässt sich leicht erklären: Es ist der Faktor, mit dem die Pensionskasse das angesparte Alterskapital des Versicherten am Tag X, an dem dieser in Pension tritt, multipliziert. Aus dieser Rechnung ergibt sich zauberhaft die Rente. Wer 300000 Franken Alterskapital mitbringt und zu einem Umwandlungssatz von 6.8% in Rente geht, erhält jährlich 20400 Franken Rente.  

Ein zu grosses Versprechen

Die beispielhaft verwendeten 6.8% stehen so als im Gesetz. Das Problem ist, dass dieser Wert zu hoch ist – einerseits werden die Leute älter, andererseits sinken die Zinsen immer tiefer. Ein toxischer Mix für den Umwandlungssatz, der sich im Wesentlichen über diese beiden Parameter definiert. Die besagten 6.8% gelten nur für das obligatorische Alterskapital. Da in den meisten Pensionskassen die Versicherten mehr ansparen als das reine gesetzliche Minimum, kommen in der Regel tiefere Umwandlungssätze zur Anwendung. Aktuell liegt der Umwandlungssatz durchschnittlich bei etwa 5.5%. Das mag wie ein dubioser Zaubertrick wirken, ist aber gesetzlich korrekt und auch sinnvoll: Müssten sämtliche Pensionskassen ihre Renten mit einem Umwandlungssatz von 6.8% berechnen, würde die ganze 2. Säule innert Kürze an die Wand gefahren.  

Wer bezahlt wieviel?

Die Debatte um eine BVG-Reform dreht sich denn auch nicht mehr darum, ob der gesetzliche Umwandlungssatz gesenkt werden soll, sondern um wieviel er gesenkt werden soll und wie die betroffenen Versicherten vor einer Renteneinbusse geschützt werden sollen. Geld lässt sich dafür nicht herbeizaubern. Vielleicht lassen sich auf der Anlageseite noch einige Franken mehr erwirtschaften. Aber im Wesentlichen müssen Arbeitnehmer und Arbeitgeber die zusätzlichen Kosten buckeln.