Obschon die Themen, Formate und Referentinnen des Vorsorge-Summits mit jedem Mal ändern, bleibt doch eines zuverlässig konstant: Der Ansturm auf die limitierten Plätze ist gross und die Veranstaltung jeweils innert kürzester Zeit ausgebucht. Finanziert durch eine Teilnahmegebühr und mit freundlicher Unterstützung ausgewählter Gönnerinnen - namentlich der Sammelstiftung Vita, der soacho GmbH, von Libera und Vontobel – hat sich das Vorsorge-Summit als feste Grösse in der Vorsorgewelt etabliert. Es erfreut sich nicht nur regen Interesses, sondern wird von Teilnehmerinnen in den sozialen Medien frenetisch gar als „the place to be“ bejubelt.
Ein echter Arbeitnehmer hat keinen Einfluss
Den Auftakt zur siebten Durchführung machte die Rechtsanwältin Karin Friedli, die auch als Dozentin des CAS Sozialversicherungsrecht der ZHAW tätig und zudem Stiftungsratspräsidentin der Allianz Pension Invest ist. Mit einem Referat zu Zusammensetzung und Willensbildung im Stiftungsrat setzte sie prägnante Impulse für die anschliessende Podiumsdiskussion. Zur immer wieder strittigen Frage etwa, wer für den Stiftungsrat als Vertretung der Arbeitnehmenden qualifiziere, wies sie darauf hin, dass sich dies nach der Möglichkeit zur Beteiligung an der Entscheidfindung innerhalb des betreffenden Unternehmens richte.
Governance in der Praxis
Die anschliessende Podiumsdiskussion war mit Catia Egloff-Bino, Stiftungsrätin der INVOR, Christine Holstein, Geschäftsführerin der Stiftung PAT BVG sowie Cinzia Corchia, Geschäftsführerin des Sicherheitsfonds BVG, hochklassig besetzt. Dabei entspann sich eine rege Kontroverse darüber, ob Zirkularbeschlüsse wohl einstimmig ausfallen müssten, um dem Grundsatz der korporativen Willensbildung Genüge zu tun, und ob eine Vertretung durch ein anderes Stiftungsratsmitglied bei eigener Abwesenheit wohl mit diesem Grundsatz vereinbar sei.
Das Vorsorge-Summit – aus der 2. Säule längst nicht mehr wegzudenken