Das Vorsorge-Summit – aus der 2. Säule längst nicht mehr wegzudenken | Schweizer Personalvorsorge
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Das Vorsorge-Summit – aus der 2. Säule längst nicht mehr wegzudenken

Zum bereits siebten Mal fand am 05. Mai 2026 das Vorsorge-Summit statt. Im Zunfthaus zur Saffran in Zürich trafen hochkarätige Referentinnen auf ein engagiertes Publikum, um unter der schwungvollen Moderation von Kate Kristovic, Dr. Isabelle Vetter und Dr. Svenja Schmidt zu diskutieren, zu netzwerken, zu lernen und zu lachen.

12.05.2026
Lesezeit: 2 min

Obschon die Themen, Formate und Referentinnen des Vorsorge-Summits mit jedem Mal ändern, bleibt doch eines zuverlässig konstant: Der Ansturm auf die limitierten Plätze ist gross und die Veranstaltung jeweils innert kürzester Zeit ausgebucht. Finanziert durch eine Teilnahmegebühr und mit freundlicher Unterstützung ausgewählter Gönnerinnen -  namentlich der Sammelstiftung Vita, der soacho GmbH, von Libera und Vontobel – hat sich das Vorsorge-Summit als feste Grösse in der Vorsorgewelt etabliert. Es erfreut sich nicht nur regen Interesses, sondern wird von Teilnehmerinnen in den sozialen Medien frenetisch gar als „the place to be“ bejubelt.

Ein echter Arbeitnehmer hat keinen Einfluss

Den Auftakt zur siebten Durchführung machte die Rechtsanwältin Karin Friedli, die auch als Dozentin des CAS Sozialversicherungsrecht der ZHAW tätig und zudem Stiftungsratspräsidentin der Allianz Pension Invest ist. Mit einem Referat zu Zusammensetzung und Willensbildung im Stiftungsrat setzte sie prägnante Impulse für die anschliessende Podiumsdiskussion. Zur immer wieder strittigen Frage etwa, wer für den Stiftungsrat als Vertretung der Arbeitnehmenden qualifiziere, wies sie darauf hin, dass sich dies nach der Möglichkeit zur Beteiligung an der Entscheidfindung innerhalb des betreffenden Unternehmens richte.

Governance in der Praxis

Die anschliessende Podiumsdiskussion war mit Catia Egloff-Bino, Stiftungsrätin der INVOR, Christine Holstein, Geschäftsführerin der Stiftung PAT BVG sowie Cinzia Corchia, Geschäftsführerin des Sicherheitsfonds BVG, hochklassig besetzt. Dabei entspann sich eine rege Kontroverse darüber, ob Zirkularbeschlüsse wohl einstimmig ausfallen müssten, um dem Grundsatz der korporativen Willensbildung Genüge zu tun, und ob eine Vertretung durch ein anderes Stiftungsratsmitglied bei eigener Abwesenheit wohl mit diesem Grundsatz vereinbar sei.

Den Ölpreis runterzwitschern

Gleichermassen eloquent wie fachkompetent rundete Michaela Huber, Director bei Vontobel, das Programm ab. Grafisch anschaulich, markant in den Kernaussagen und mit einer gekonnten Prise Ironie gab sie den Anwesenden einen Konjunktur- und Marktausblick, der nicht nur humorvolle Seitenhiebe auf Trump, sondern auch auf die eigene Branche enthielt.

Die Hände zur Decke

Den Abschluss dieses Summits bildete ein unkonventioneller Programmpunkt, der vordergründig so gar nichts mit der Vorsorgewelt zu tun zu haben schien. Professor Åkerlund führte das Publikum durch ein einfaches Stimmtraining, beginnend mit Dehn- und Streckübungen des Brust- und Bauchraumes. Es folgten niederschwellige Atem- und Phonationsübungen, welche die Teilnehmerinnen darin unterstützen wollen, die 12 Halbtöne bis zur Stimmlage männlicher Kollegen zu überbrücken und den eigenen Worten in Meetings und Präsentationen mehr Gewicht und Gehör zu verschaffen.

Nach ausgiebigem Räkeln und Stimmbandlockern, waren die Voraussetzungen für den begehrten Netzwerk-Apéro geschaffen. Eingeläutet wurde dieser durch ein launiges Instant-Protokoll der Veranstaltung im Stil Patti Baslers, bevor es die Teilnehmenden endgültig nicht mehr auf ihren Plätzen hielt. 

Das nächste Vorsorge-Summit findet am 22. Oktober in Zürich statt.

Impressionen vom 7. Vorsorge-Summit

(Fotos: Regina Dinally)