Sing uns ein Lied, du bist der Piano-Mann | Schweizer Personalvorsorge
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Sommergespräch

Sing uns ein Lied, du bist der Piano-Mann

Philippe Montant im Sommergespräch über die Kunst, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen, moderne Vorsorge mit langfristigem Denken zu verbinden und mit klarem Rhythmus sowie strategischer Beständigkeit nachhaltige Entscheidungen zu treffen.

23.07.2026
Lesezeit: 2 min

Sommergespräche

In unserer diesjährigen Sommerinterview-Serie sprechen wir mit Akteurinnen und Akteuren aus der 2. Säule über das Thema Musik

 

Philippe Montant kommt aus der Finanzbranche, in der er fast 25 Jahre lang tätig war. Vor mehr als zehn Jahren wechselte er in die Vorsorgebranche und machte sich vor fünf Jahren selbstständig. Der Genfer ist leidenschaftlicher Jass-Spieler. Er ist in verschiedenen Vorsorge- und philanthropischen Stiftungen tätig und fungiert zudem seit 2026 beim ASIP als Vertreter der Romandie.

 

Welches Lied beschreibt Ihre Arbeit im Stiftungsrat am besten?

«Piano Man» von Billy Joel. Ich arbeite mit zahlreichen Akteuren der Vorsorge zusammen, die alle über ihr eigenes Fachwissen und ihre jeweiligen Fachgebiete verfügen. Als Selbständiger, der für mehrere Vorsorgeeinrichtungen und Unternehmen tätig ist, kann ich je nach Thema oder Auftrag unterschiedliche Facetten meiner Tätigkeit einbringen. Wie es in diesem Lied heisst: «Sing us a song, you're the piano man» («Sing uns ein Lied, du bist der Piano-Mann»). 

Welches Album oder Konzert hat Sie persönlich geprägt?

Das Konzert von Madonnas «Who's That Girl World Tour» 1987 in Paris. Für mich als 19-jährigen Schweizer war es überwältigend, gemeinsam mit 130 000 Menschen im Parc de Sceaux dabei zu sein. Madonna war damals noch eine junge Sängerin, und ihre Interpretation von «Who's That Girl» strahlte für mich eine unglaubliche Frische und Modernität aus. Sie wirkte wie von einem anderen Stern. Die Vorsorge mag sich in einem eher gemächlichen Tempo entwickeln, modern bleiben muss sie trotzdem.

Bei welcher Musik können Sie am besten über schwierige Entscheidungen nachdenken? 

In solchen Momenten höre ich gerne klassische Musik, weil sie mich viel weniger ablenkt als andere Musikrichtungen. Vivaldi und Mozart sind meine Favoriten.

Was kann ein Stiftungsrat von einer guten Band lernen?

Obwohl sich der ASIP sehr grosse Mühe bei der Kommunikation gibt, ist dies ein Bereich, in dem man selten zu viel tun kann. Dank des Elans des aktuellen Teams kommen wir meines Erachtens schneller voran und gehen in die richtige Richtung, aber bei diesem Thema muss ich unweigerlich an den Song «Message in a Bottle» («Flaschenpost») der britischen Band «The Police» denken.

In der Musik ist Rhythmus von entscheidender Bedeutung. In welchem Bereich braucht es Ihrer Meinung nach in einer Pensionskasse ein besseres Rhythmusgefühl?

Der Zeithorizont der Vorsorge ist naturgemäss lang und bemisst sich in Jahrzehnten (Berufsleben und Ruhestand). Deshalb gilt  es, den richtigen Rhythmus zu finden, ohne dabei ein allzu hohes Tempo anzuschlagen. Aktuelle Modetrends sollte man daher wohl mit einer gewissen Distanz betrachten.

Ein anderer entscheidender Parameter ist das Timing. Wo ist gutes Timing in der Pensionskasse besonders wichtig?

Im Allgemeinen wird Timing vor allem mit der Anlage des Vermögens der Kasse in Verbindung gebracht. Häufig geht man davon aus, dass rund 95 % der Wertentwicklung auf die strategische Allokation der verschiedenen Anlageklassen zurückzuführen sind. Spasseshalber würde ich sogar sagen, dass dieser Anteil in vielen Fällen über 100 % liegen könnte. Ich persönlich bin allerdings kein grosser Verfechter von Timing um jeden Preis.