In einem guten Orchester kommen alle bestens vorbereitet zur Probe | Schweizer Personalvorsorge
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Sommergespräch

In einem guten Orchester kommen alle bestens vorbereitet zur Probe

Thomas Saxer im Sommergespräch über Verlässlichkeit, sorgfältig abgestimmte Führungsarbeit und die Bedeutung von guter Vorbereitung, Zuhören und strategischer Beständigkeit für nachhaltige Entscheidungen in der beruflichen Vorsorge.

16.07.2026
Lesezeit: 2 min

Sommergespräche

In unserer diesjährigen Sommerinterview-Serie sprechen wir mit Akteurinnen und Akteuren aus der 2. Säule über das Thema Musik.

 

Thomas Saxer * 6. August 1963, ist in Bolligen aufgewachsen und lebt in Boll bei Bern. Er studierte Musik in Bern und arbeitete als Querflötist und Musiklehrer. Seit 2004 ist er Schulleiter der Musikschule Worblental/ Kiesental. Er war sieben Jahre im Vorstand vom Verband Musikschulen Schweiz VMS, wo er auch im Stiftungsrat der Pensionskasse Musik und Bildung delegiert war. Seit August 2025 ist er Präsident des Stiftungsrats.

 

Welches Lied beschreibt Ihre Arbeit im Stiftungsrat am besten?

Ein Stück von Bruno Mars: «Count on Me». Das drückt Verlässlichkeit und Stabilität aus. Weniger passend wäre von Duke Ellington: «Money Jungle»…

Welches Werk hat Sie persönlich geprägt – und gibt es daraus etwas, das auch für Führungsarbeit gilt?

In jungen Jahren habe ich Musik studiert und spielte Querflöte. Die Sonate in h-Moll für Flöte von Johann Sebastian Bach (BWV 1030) war damals für mich eine Offenbarung. Wie in der Musik bewegen wir uns im Stiftungsrat zwischen Spannungsfeldern.

Bei welcher Musik können Sie am besten über schwierige Entscheidungen nachdenken?

Am besten kann ich ohne Musik nachdenken. Hochkonzentriert am Tisch oder beim Spazieren im Wald. Als Musiker bin ich immer abgelenkt, wenn irgendwo Musik läuft, weil ich dann immer mit einem Ohr mithöre. 

Was kann ein Stiftungsrat von einer guten Band lernen?

In einem guten Orchester kommen alle Musiker und Musikerinnen bestens vorbereitet in die Probe. Genauso sollte es auch im Stiftungsrat sein, vor den Sitzungen!

Gibt es einen Entscheid im Stiftungsrat, bei dem Sie sagen würden: Das war gut orchestriert? 

Ja. Als die Pensionskasse vom Verband Musikschulen Schweiz gegründet wurde, setzten die Gründer die Vision einer Kasse um, in der alle Destinatäre ab dem ersten Franken versichert sind. Das war wirklich gut und mit grösstem Einsatz orchestriert.

Wo braucht eine Pensionskasse mehr Taktgefühl?

Wichtig ist es, die Sitzungen so zu rhythmisieren, dass ein guter Raum für Meinungsbildung und Diskussion entsteht. Dies hilft gleichzeitig auch, gute Entscheidungen zu fällen.

Wo ist gutes Timing in der Pensionskasse besonders wichtig? 

Im Bereich der Anlagen ist es wichtig, sich nicht verleiten zu lassen, «Market Timing» zu betreiben. Sondern man sollte an der Strategie festhalten.

Wann ist in der Pensionskasse eher Pianissimo gefragt, wann Fortissimo? 

Pianissimo ist beim Zuhören in den Sitzungen gefragt. Ein Fortissimo habe ich bisher noch nie erlebt. Ich glaube nicht, dass das gefragt ist.

Welcher Songtitel würde am besten über dem nächsten Jahresbericht Ihrer Pensionskasse stehen?

«Safe and sound» von Taylor Swift oder von Capital Cities. Das Motto «sicher und wohlbehalten», könnten wir auch für zukünftige Berichte unterschreiben.