An Halloween erschrecken uns Gespenster, die wir selbst aus Pappe, Schminke und künstlichen Spinnweben erschaffen haben. Einen ähnlichen Schauder löst bei vielen Schweizerinnen und Schweizern der Blick auf den Vorsorgeausweis aus. Nicht nur, weil ihnen die Begriffe monströs vorkommen, sondern auch, weil der Informationsgehalt das Zeug zum echten Horrortrip hat. Da grinst einen die rentenlückige Fratze an, der Inflationsgeist wabert zwischen den Zeilen, das Zins-Skelett klappert mit seinen mageren Knochen und der Demografie-Vampir saugt Kasse und Beitragszahler aus bis auf den letzten Tropfen. Das ist noch kein Grund, sich unter der Bettdecke zu verstecken. Denn beim Lesen des Vorsorgeausweises hilft, was auch die Geisterbahn bewältigen lässt: ruhig Blut, Nerven wie Drahtseile und ein unbeirrbarer Fokus nach vorn. Gegen den Vorsorge-Grusel hilft kein Blutvergiessen. Auch kreischend vor dem Vorsorgeausweis davonzulaufen hat sich nicht bewährt. Wohl aber eine frühzeitige Planung und ein möglicher Einkauf in die 2. Säule.
Oder weshalb es bei der Altersvorsorge manchmal mit dem Teufel zugeht