Welches Lied beschreibt Ihre Arbeit am besten?
«Viva la vida», ein Stück aus dem Album «Unique» unserer Familienband (findet sich auf Spotify). In meiner Arbeit geht es immer um das Leben und um Menschen.
Welche Platte hat Sie persönlich geprägt – und gibt es daraus etwas, das auch für Führungsarbeit gilt?
«Unique», das erwähnte Album. Unsere musizierende Familie ist ein Team – ein wichtiges Führungsprinzip.
Was kann ein Stiftungsrat von einem guten Orchester lernen?
Jedes Instrument in einem Orchester hat seine unverzichtbare Funktion – wie in einem Räderwerk eines Stiftungsrats – und der Dirigent übernimmt den «Vorsitz». Es sind also beide Seiten – Musik und Vorsorge – durchaus vergleichbar: Das Ziel ist Harmonie in der Zusammenarbeit.
Gibt es einen Entscheid, bei dem Sie sagen würden: Das war gut orchestriert?
Ein bedeutender Entscheid entfaltet dank guter Orchestrierung Wirkung in die Breite: Wichtige SAV-Positionen werden immer medial orchestriert vermittelt.
In der Musik braucht es Rhythmus. Wo braucht eine Pensionskasse mehr Taktgefühl?
In der beruflichen Vorsorge braucht es Taktgefühl, damit Sicherheit, Vertrauen und Verantwortung im Einklang bleiben.
Wo ist gutes Timing in der 2. Säule besonders wichtig?
Bei finanziellen Rückschlägen kann eine Vorsorgeeinrichtung aus dem Takt geraten. Umso wichtiger – um die Gefahr zu minimieren – sind Auswahl und Zeitpunkt der Anlageentscheide. Diese erfordern Knowhow und Erfahrungswissen.
Wann ist im Vorsorgeuniversum eher Pianissimo gefragt, wann Fortissimo?
In unruhigeren Zeiten und sinkenden Renditen sind gute Nerven und «stilles» Ausharren gefragt – steigen die Kurse sind auch einmal laute Töne erlaubt.
In der Popmusik wechseln Trends schnell. Welche Themen in der 2. Säule sind aus Ihrer Sicht nur Mode, welche bleiben strukturell wichtig?
Die Sozialpartnerschaft bleibt immer das Fundament, denn sie trägt das Kapitaldeckungsverfahren. Anlagekategorien können aber jeweils Trends folgen.
Das Ziel ist Harmonie in der Zusammenarbeit