Performance der kollektiven Anlagegefässe
Die Sondernummer zur «Schweizer Personalvorsorge»
Der VPS-Verlag publiziert einmal im Jahr (Ende Februar) eine Sondernummer, die der Performance der schweizerischen Anlagestiftungen gewidmet ist. Diese Performance-Nummer stellt die aktuellen Renditen aller Anlagestiftungen vor. Die Performancezahlen werden übersichtlich gegliedert nach den verschiedenen Anlagesegmenten. Kurzporträts der Anlagestiftungen werden dem eigentlichen Vergleich vorangestellt. Neben den rein quantitativen Ergebnissen bringen ausführliche Kommentare dem Leser einen Mehrwert. Ebenso verhelfen Tabellen, Grafiken sowie Hintergrundinformationen zur Vermögensaufteilung dem Leser zu einem kompletten Gesamtbild der einzelnen Stiftung. Um die Ergebnisse besser vergleichen zu können, werden ebenfalls die Performance und das Risiko der besten Anlagefonds dargestellt und kommentiert. Die Performance ist mittlerweile zu einem unentbehrlichen Arbeitsinstrument für Pensionskassen, Asset Manager und Beratungsfirmen geworden.
Gliederung
Die Renditen werden über 1, 5, 10, 15 und 20 Jahre publiziert
Dargestellte Anlagekategorien
- Geldmarkt
- Obligationen Franken Schweiz
- Obligationen Franken Ausland
- Obligationen Fremdwährungen
- Wandelobligationen
- Hypotheken
- Aktien Schweiz (Haupt- und Nebenwerte)
- Aktien Ausland (auch nach regionalen Kategorien wie Europa, USA, Emerging Markets etc.)
- Private Equity
- Immobilien Schweiz
- Immobilien Ausland
- Gemischte Anlagekategorien
Editorial 2011
Währungen sorgen für Kopfzerbrechen
Nach dem schwarzen Schwan zeigte sich im Jahr 2010 der griechische Esel den Anlegern. Er brachte zwar nicht ganz so bittere Resultate mit sich wie der schwarze Vogel, der sinnbildlich für den Absturz in die Finanzkrise 2008/09 stand. Doch steht er in zweierlei Hinsicht als Symbol dafür, dass sich das Anlagegeschäft auch im vergangenen Jahr als sehr schwierig erwies: Einerseits läutete Griechenlands Fastbankrott eine heikle Entwicklung im Anleihen- und Währungsmarkt ein. Anderseits lässt sich die sprichwörtliche Bockigkeit des Esels auch auf den Verlauf des Finanzjahrs 2010 beziehen.
Während in anderen Finanzjahren oft die Aktien für Kopfzerbrechen sorgten, erwiesen sich 2010 zwei Anlagebereiche als Problemkinder, die sonst eher selten für Aufsehen sorgen: Obligationen und Währungen. Bei den Anleihen zeigte sich definitiv, dass es letztlich keinen sicheren Hafen gibt im Anlagegeschäft. Gerade Staatsanleihen, die viele Pensionskassen während der Finanzkrise einigermassen über die Runden retteten, erwiesen sich als neuer Gefahrenherd. Weil Pensionskassen bei Anleihen in der Regel auf ein gewisses Rating pochen, wurden in Titeln von Griechenland oder Irland effektiv auch Verluste realisiert, als diese heruntergestuft wurden. Warten und hoffen war hier keine Option mehr. Bei Spanien, Italien und Portugal mag dies noch gehen (zumindest bei Redaktionsschluss), doch viele halten es nur noch für eine Frage der Zeit, bis auch diese Länder unter dem Euro-Rettungsschirm Zuflucht suchen.
Womit wir bei den Währungen angelangt sind: Dollar und Euro erreichten 2010 Tiefstände gegenüber dem Schweizer Franken. Beim Euro stellen einige Experten sogar die weitere Existenz in Frage. Für Anleger bedeutete dies, dass beispielsweise ein Plus des deutschen Aktienindexes DAX von 12 Prozent im Jahr 2010 dennoch in ein Minus für das entsprechende Investment münden konnte, weil der Euro noch deutlicher abstürzte. Bleibt zu hoffen, dass sich im Jahr 2011 die Wechselkurse gegenüber dem Franken in dieselbe Richtung bewegen wie die Aktienmärkte. Nach oben, nicht nach unten, wohlgemerkt.



