Eine einzige Sozialversicherung soll uns schützen
Das bestehende schweizerische Sozialversicherungssystem ist ein Netz, das ohne Gesamtschau geknüpft worden ist, schreiben die beiden Autoren des vorliegenden Buches. Weiter sind sie der Ansicht, dass Umsetzungen, die in der Pionierzeit richtig gewesen sind, heute Kopfschütteln auslösen. Die meisten Sozialversicherungen orientieren sich am klassisch männlichen Modell. Man geht davon aus, dass die Arbeitsbiografie eines Menschen keine grossen Änderungen macht, und dass die Arbeitszeit standardisiert bleibt. Heute weisen aber viele Biografien Wechsel und Brüche auf und die Familien sind auf ein zusätzliches Fraueneinkommen angewiesen.
Mit der "grossen Reform" zeigen die Autoren auf, wie man vorgehen könnte. Ihr Vorschlag ist eine allgemeine Erwerbsversicherung (AEV). Sie soll der Baustein einer fortschrittlichen Wirtschafts- und Sozialpolitik sein. Abgeschafft werden soll die ganze Palette von Einzelversicherungen. Die AEV würde bei Krankheit, Unfall, Arbeitslosigkeit, Zivil- und Militärdienst, Mutterschaft oder Einbindung in die Kleinkinderbetreuung zum Zug kommen, dies mittels Taggeld in der Höhe von 80 Prozent des bisherigen Lohnes.
Im vorliegenden Taschenbuch, herausgegeben vom "Denknetz Schweiz", sind für finanzielle Überlegungen zur Finanzierung der AEV mathematische Tabellen eingefügt worden. Geeignet ist das Buch für Leserinnen und Leser, die sich aktiv an der politischen Diskussion beteiligen wollen und sich mit Sozialbereichen auseinandersetzen.
Auflage: 1. Mai 2009
Seiten: 152
ISBN:
Best. Nr: 1601